DNS-Fehler beheben – Ursachen und Lösungen
Stand: August 2026 · DNS übersetzt Namen wie „askalex.support“ in IP-Adressen. Ein DNS-Fehler ist wahrscheinlich, wenn mehrere Webadressen nicht gefunden werden, obwohl die Verbindung zum Router und Internet grundsätzlich steht. Eine einzelne ausgefallene Webseite oder ein komplett getrenntes WLAN ist noch kein DNS-Beweis.
Soforthilfe bei einem vermuteten DNS-Fehler
- Teste zwei oder drei bekannte Webseiten und zusätzlich einen zweiten Browser.
- Prüfe, ob andere Geräte im selben Netzwerk dieselben Namen nicht erreichen.
- Starte bei mehreren betroffenen Geräten Router beziehungsweise Modem nach Herstelleranleitung neu.
- Starte bei nur einem betroffenen Windows-PC zuerst den PC neu und leere dann den DNS-Cache.
- Prüfe mit
nslookup, ob der eingestellte DNS-Server antwortet. - Ändere den DNS-Server nur testweise und dokumentiere vorher die aktuelle Einstellung.
Wichtig: Ein anderer DNS-Server repariert weder ein ausgefallenes WLAN noch eine gestörte Internetleitung. Du wechselst damit außerdem den Dienst, der deine Namensanfragen verarbeitet. Nutze nur einen Anbieter, dem du vertraust.
1. Prüfe, ob es wirklich DNS ist
- Nur eine Webseite fällt aus: Wahrscheinlicher ist eine Störung oder ein Fehler dieser Seite.
- Nur ein Browser fällt aus: Prüfe dessen Erweiterungen, Proxy und Einstellung für sicheres DNS.
- Alle Geräte sind vollständig offline: Prüfe Router und Anbieter mit WLAN verbunden, aber kein Internet.
- Mehrere Namen schlagen auf einem Gerät fehl: DNS-Cache, VPN, Proxy oder DNS-Einstellung des Geräts sind mögliche Ursachen.
- Mehrere Geräte melden DNS-Fehler: Router, Anbieter-DNS oder die Internetverbindung sind wahrscheinlicher.
2. DNS-Abfrage mit nslookup testen
Öffne die Eingabeaufforderung und gib ein:
nslookup askalex.support
Erscheinen eine oder mehrere Adressen, hat der eingestellte DNS-Server den Namen bei diesem Test aufgelöst. Meldungen wie „Zeitüberschreitung“, „Keine Antwort vom Server“ oder „Serverfehler“ sprechen für ein Problem mit dem eingestellten DNS-Server oder dem Weg dorthin.
Zum Vergleich kannst du einmal den öffentlichen Google-DNS direkt abfragen:
nslookup askalex.support 8.8.8.8
- Erster Test scheitert, zweiter gelingt: Der automatisch eingestellte DNS-Server oder seine Konfiguration ist wahrscheinlich beteiligt.
- Beide Tests scheitern: Prüfe zuerst Internetverbindung, VPN, Firewall und Netzwerkregeln. Manche Firmen- oder Gastnetze blockieren fremde DNS-Server absichtlich.
3. DNS-Cache unter Windows leeren
Windows speichert DNS-Antworten vorübergehend. Ein veralteter oder negativer Eintrag kann einzelne Namen blockieren. Suche nach Eingabeaufforderung, wähle Als Administrator ausführen und gib ein:
ipconfig /flushdns
Schließe danach den Browser vollständig, öffne ihn neu und teste mehrere Seiten. Der Befehl löscht nur den lokalen DNS-Auflösungscache; er ändert weder WLAN-Kennwort noch Router-Einstellungen.
4. Router, VPN und Browser prüfen
- Wenn mehrere Geräte betroffen sind, starte Router beziehungsweise Modem nach Herstelleranleitung neu.
- Trenne ein selbst eingerichtetes VPN testweise. Auf verwalteten Geräten übernimmt das die IT.
- Prüfe, ob ein manueller Proxy eingetragen ist, den du nicht mehr verwendest.
- Fällt nur ein Browser aus, prüfe dort die Einstellung für „Sicheres DNS“ beziehungsweise „DNS über HTTPS“. Ein benutzerdefinierter, nicht erreichbarer Anbieter kann die Namensauflösung in diesem Browser stören.
Deaktiviere Firewall oder Virenschutz nicht pauschal. Dokumentiere stattdessen die Fehlermeldung und prüfe die erlaubten Netzwerkregeln beziehungsweise den Support des Herstellers.
5. Anderen DNS-Server nur testweise verwenden
Wenn der direkte Vergleich zeigt, dass nur der voreingestellte DNS-Server scheitert, kannst du vorübergehend einen anderen Resolver testen. Notiere vorher, ob die DNS-Adresse automatisch bezogen wird oder welche Adressen eingetragen sind.
Google Public DNS verwendet für IPv4 8.8.8.8 und 8.8.4.4. Die genaue Oberfläche unterscheidet sich je nach Windows-Version. Folge deshalb der aktuellen Windows- beziehungsweise Anbieteranleitung und ändere nicht versehentlich IP-Adresse, Subnetzmaske oder Gateway.
Rückweg: Wenn der Test nicht hilft, stelle die DNS-Serveradresse wieder auf Automatisch (DHCP) oder trage die zuvor dokumentierten Werte ein. In Firmen-, Schul- und Familienfilter-Netzen darfst du den vorgegebenen DNS-Server nicht umgehen.
6. Ergebnis richtig einordnen
- Cache leeren hilft: Wahrscheinlich war ein lokaler Eintrag veraltet oder negativ zwischengespeichert.
- Alternativer DNS hilft: Melde die Beobachtung deinem Internetanbieter oder Netzwerkadministrator; ein dauerhafter Wechsel ist eine bewusste Vertrauensentscheidung.
- Nur ein Browser bleibt betroffen: Setze dort den benutzerdefinierten Secure-DNS-Anbieter zurück oder nutze die Standardautomatik.
- Keine Maßnahme hilft: Prüfe die allgemeine Internetverbindung. Bei nur einem betroffenen Gerät hilft Internet funktioniert nur auf einem Gerät nicht.
Hintergrundwissen bietet IP-Adresse einfach erklärt. Ist die Verbindung nur langsam statt ausgefallen, lies Langsames Internet – Ursachen und Lösungen.