Stand: August 2026 · Microsoft-365-Phishing imitiert Outlook, Teams, OneDrive, SharePoint, eine MFA-Anfrage oder die IT-Abteilung. Ziel sind Kennwort, Bestätigungscode, Freigabe einer Anmeldung, Dateizugriff oder Zahlung. Bei Geschäfts-, Schul- und Unikonten ist frühes Melden besonders wichtig, weil die Organisation Sitzungen, Postfachregeln und weitere Konten prüfen kann.
Soforthilfe in Outlook und Microsoft 365
- Nicht antworten, keinen Link/QR-Code öffnen, keinen Anhang und keine Teams-Datei herunterladen.
- Prüfe vollständige Absender- und Antwortadresse, externen Absenderhinweis, tatsächliches Linkziel und ungewöhnlichen Zeitdruck.
- Öffne Microsoft 365, Outlook oder die Kontosicherheitsseite über eigenes Lesezeichen beziehungsweise selbst eingegebene offizielle Adresse.
- Wähle in Outlook bei der Nachricht Melden → Phishing melden beziehungsweise die von deiner Organisation bereitgestellte Meldefunktion.
- Bei Arbeits-/Schulkonto zusätzlich sofort IT/Security informieren. Nachricht nicht weiterleiten oder endgültig löschen, wenn die Organisation eine andere Beweissicherung vorgibt.
Keine IT benötigt dein Passwort oder deinen MFA-Code. Bestätige eine Authenticator-Anfrage nur für eine Anmeldung, die du gerade selbst gestartet hast. Unverlangte Fernwartung und „Testüberweisungen“ ablehnen.
Microsoft-365-Köder erkennen
- „Kennwort läuft heute ab“, „Postfach voll“ oder „MFA neu aktivieren“ mit fremdem Link.
- Unerwartete OneDrive-/SharePoint-Freigabe, angebliche Teams-Voicemail oder Dokument zur Unterschrift.
- Chef-/Lieferantenbetrug mit neuer Bankverbindung, Geschenkkarten oder geheimem Zeitdruck.
- QR-Code, verkürzte URL oder Loginseite, deren Domain nicht zur Organisation oder zu Microsoft gehört.
- Authenticator-Push oder Zahlencode, obwohl du keine Anmeldung gestartet hast.
Du hast geklickt oder eine Datei geöffnet
- Ohne Eingabe Tab schließen und Warnungen nicht umgehen.
- Bei heruntergeladener oder geöffneter Datei, Makro-/App-Freigabe oder Firmenkonto sofort IT/Security kontaktieren; deren Incident-Ablauf befolgen.
- Gerät nicht „aufräumen“, E-Mail nicht endgültig löschen und keine Spuren verändern, bevor die zuständige Stelle entschieden hat.
- Bei privatem Gerät Schutzsoftware aktualisieren und vollständigen Scan ausführen; unbekannte Fernwartungssoftware trennen.
- Anmeldeaktivität nur über die direkt aufgerufene Microsoft-Kontoseite prüfen.
Kennwort oder MFA wurde preisgegeben
- Arbeits-/Schulkonto: IT/Security sofort melden; Kennwortwechsel, Sitzungswiderruf und Postfachprüfung müssen koordiniert werden.
- Privates Microsoft-Konto: von sauberem Gerät Kennwort ändern, letzte Aktivitäten und Sicherheitsinformationen prüfen.
- Wiederverwendete Kennwörter anderer Dienste ändern und MFA/Passkeys neu prüfen.
- Outlook-Regeln, Weiterleitungen, automatische Antworten, gesendete/gelöschte Nachrichten und unbekannte App-Zugriffe kontrollieren.
- Finanz- oder Personaldaten betroffen: Bank, Datenschutz- beziehungsweise Personalstelle über bekannte offizielle Kanäle einschalten.
Allgemeine Betrugsmerkmale erklärt E-Mail-Betrug erkennen. Diese Anleitung bleibt bei Outlook-, Teams- und Microsoft-365-Meldewegen.